Alpakas (Lama pacos oder Vicugna pacos)
Das Alpaka kommt aus den südamerikanischen Anden und ist eine domestizierte Kamelart.
Die Alpakas zählen zu den Neue Welt Kamelen und wurden schon vor ca. 5000 Jahren von den Inkas gezüchtet. Durch das Fehlen eines Höckers und die geringere Größe unterscheiden sich Neuweltkamele äußerlich von den Altweltkamelen. Alpakas sind etwas kleiner als Lamas und mit einem Gewicht von etwa 55 bis 65 Kilogramm sind sie auch deutlich leichter als ihre Art-verwandten. Ihre Farbe ist braun, schwarz oder blaugrau. Auffällig sind die langen Haare, die 50 Zentimeter lang werden können.
Während das Lama den südamerikanischen Zivilisationen vor allem als Lasttier gebraucht wurde, hat man das Alpaka wegen seiner Wolle gezüchtet. Dies änderte sich mit der Eroberung Perus durch die Spanier. Sie brachten Schafe mit und hatten kein Interesse an Alpakas. Erst mit der Unabhängigkeit der Staaten Südamerikas wurde ihr Wert wieder erkannt. Nachdem das Alpaka zwischenzeitlich fast ausgestorben wäre gibt es heute wieder 3 Millionen Stück. Es wurde wieder gezüchtet, und seine Wolle in alle Welt exportiert. Heute , vorwiegend im südlichen Peru und dem westlichen Bolivien.
Axishirsch (Axis axis)
Der Axishirsch oder Chital ist ein in Indien verbreiteter, gefleckter Hirsch. Wie auch der Damhirsch und der Sikahirsch trägt der Axishirsch ein Leben lang ein Fleckenkleid. Die weißen Flecken stehen bei ihm in besonders scharfem Kontrast zum rotbraunen Fell. Bauch und Beine sind weiß gefärbt.
Mit einer Kopfrumpflänge von 140 cm, einer Körperhöhe von 80 cm und einem Gewicht von 100 kg ist er etwas kleiner als ein Damhirsch und viel kleiner als ein Rothirsch, aber größer als ein Reh. Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst Indien, den Süden Nepals und die Insel Sri Lanka.
Die Beine und der Körperbau sind schlank, das Geweih des Männchens hat zwar nur drei Enden je Stange, kann aber zu einer beachtlichen Größe anwachsen. Der Nachwuchs kommt durchschnittlich nach einer Tragzeit von 200 Tagen zur Welt, wobei die Paarungszeiten witterungsbedingt nicht festgelegt sind. Es gibt ein Jungtier je Wurf, das etwa ein Jahr beim Muttertier bleibt.
Lama (Lama glama)
Das Lama ist eine Art der Kamele. Es ist in den südamerikanischen Anden verbreitet und eine höchstwahrscheinlich vom Guanako abstammende Haustierform. Lamas erreichen eine Schulterhöhe von 110 bis 120 cm, ein Gewicht von 120 bis 150 kg.
Im Gegensatz zu den Altweltkamelen (Dromedar und Trampeltier) haben Lamas keinen Höcker. Wie bei den meisten Haustieren ist auch beim Lama die Farbe sehr variabel. Es gibt einfarbig weiße, braune und schwarze Lamas sowie solche, die in diesen Farben gefleckt oder sonstwie gemustert sind.
Wie Altweltkamele haben Lamas an den Füßen Sohlenpolster, und ihre Oberlippe ist gespalten und sehr beweglich. Die Tiere erreichen die Geschlechtsreife mit zwei Jahren. Nach einer Tragezeit von 11 bis 12 Monaten wird meist ein Junges geworfen. Wenn Lamas sich belästigt fühlen, spucken sie den Störer an; dabei beweisen sie eine erstaunliche Treffsicherheit. Normalerweise werden jedoch nicht Menschen Opfer solcher Attacken; vor allem untereinander bespucken sich Lamas, um die Rangordnung zu verdeutlichen oder aufdringliche Artgenossen auf Distanz zu halten.
Mähnenspringer (Ammotragus lervia)
Der Mähnenspringer, auch als Mähnenschaf, Berberschaf oder Aoudad bekannt, ist eine in der Sahara beheimatete Ziegenart. Seine Verbreitung reicht von der Westküste Marokkos bis zum Nil.
Gestaltlich steht der Mähnenspringer zwischen Schafen und Ziegen. Er hat im Schnitt eine Kopfrumpflänge von 150 cm, eine Schulterhöhe von 1 m und ein Gewicht von 50 kg (Weibchen) bzw. 120 kg (Männchen). Das Fell ist beigebraun bis rötlichbraun gefärbt; am Vorderhals und an den Vorderbeinen wachsen besonders lange Haare.
Der Lebensraum des Mähnenspringers sind felsige Wüstengebiete. Hier suchen die Tiere nach der spärlichen Vegetation. Sie können wochenlang ohne Wasser auskommen. Wenn sie allerdings Wasserstellen finden, trinken sie ausgiebig und baden sogar. Die Hitze ihres Lebensraums zwingt Mähnenspringer zu einem nachtaktiven Leben. Mähnenspringer leben in kleinen Gruppen. Diese bestehen aus Weibchen mit ihren Jungen, die von einem einzelnen Bock geführt werden. Dieser erkämpft sich das Recht zum Führen der Herde gegen Konkurrenten, die sich zu einem Duell stellen müssen, bei denen die Tiere mit den Hörnern aufeinander prallen.
Mufflons (Ovis gmelini musimon)
Das Mufflon wird jägersprachlich Muffelwild oder kurz Muffel genannt und ist die kleinste Unterart des Wildschafs (Ovis gmelini). Ursprünglich war es nur auf Korsika und Sardinien verbreitet, kommt aber mittlerweile in zahlreichen Gegenden Europas vor.
Mufflons leben meist in kleinen Rudeln mit einem älteren Schaf als Leittier. Außerhalb der Brunftzeit bilden Böcke oft eigene Verbände. Zur Brunftzeit kämpfen Böcke um die Schafe, das geschieht mit gegenseitigen Rammstößen der eingedrehten Hörner, um den Konkurrenten abzudrängen.
Mufflons sind typische Pflanzenfresser und greifen auf ein breites Nahrungsspektrum zurück. Die Brunft ist zwischen Oktober und November. die Tragzeit dauert ungefähr fünf Monate, die Setzzeit ist im März und April. Danach werden ein bis zwei Lämmer geboren, die Säugezeit beträgt etwa sechs Monate. In den letzten 200 Jahren wurden die Mufflons in Europa an verschiedenen Stellen wieder ausgesetzt. Um die Jahrhundertwende (1900) wurden sie aus Korsika und Sardinien als Jagd- und Parkwild in Deutschland eingeführt.